Schneeurlaub - Carven

Carving erklärt – Teil 1

Oktober 18, 2015

Carving ist gar nicht so kompliziert wie es auf den ersten Blick scheint. Wir wollen euch hier einen kleinen Einblick in die wichtigsten Basics gewähren. Voraussetzung ist, dass ihr schon einigermaßen sicher auf Skiern unterwegs seid.

Natürlich könnte nun der Einwand kommen, dass man mit Carving-Ski doch schon automatisch carvt. Dem ist aber in den meisten Fällen nicht so. Vielmehr ist Carving eine spezielle Art des Skifahrens. Die Kunst des Carvens liegt darin, immer nur auf bzw. entlang der Kante zu fahren. Da man dabei wirklich schnell wird, sollte man immer darauf achten, dass genug Platz vorhanden ist und man diese Technik nur auf blauen bzw. roten Pisten anwendet. Auf schwarzen Pisten kann dies sehr schnell zum Kontrollverlust führen, da man Geschwindigkeiten erreicht, die nicht mehr kontrollierbar sind.

Das Kanten

Der erste Schritt zum Carven ist, dass ihr erst einmal ein Gefühl für den Ski und die Kanten entwickelt. Anders als beim traditionellen Skifahren werden beim Carven die Beine oder der ganze Körper in die jeweilige Richtung der Kurve gelehnt. So kanten die Ski auf und man kann die Kurve nehmen. Eigentlich kann man das Knie nicht direkt kippen sondern kann es nur bei gebeugtem Knie nach außen drehen. Allerdings ist hier bei hohen Geschwindigkeiten Vorsicht geboten, da dann sehr viel Druck auf das Knie wirkt und Verletzungsgefahr besteht.

Gelenkschonender ist dabei die Variante, bei der der ganze Körper zur Kurvenseite kippt. Jedoch bist du bei dieser Variante stark von der Fliehkraft abhängig. Dabei gilt: Je schneller du bist, desto tiefer kannst du dich in die Kurve legen. Manchmal ist es notwendig, dass du den Kantwinkel veränderst um sicherer zu kanten. Dies kannst du mittels Hüftknick bewerkstelligen. Dabei drückst du dein Becken in Richtung Kurve wobei dein Oberkörper in die entgegengesetzte Richtung bewegt wird. So schneidet die Kante noch besser in den Schnee. Das Ganze kann man auch einfach im Stehen üben.

Die Körperhaltung

Die Körperhaltung ist das A und O. Dabei gilt, dass du deine Ski schulterbreit führst. Das hat zunächst damit zu tun, dass du genügend Platz im Knie-Bereich hast, um gut aufkanten zu können.

Ebenfalls ist es wichtig, dass deine Körperhaltung passt. Du solltest weder zu tief noch zu steif auf den Brettern stehen. Außerdem solltest du eine Rücklage vermeiden. Achte immer darauf, dass alle deine Gelenke leicht angewinkelt sind. So kannst du perfekt federn und Unebenheiten besser abfangen. Der Rücken ist stets gerade und Po und Fersen bilden eine Linie.

Wie schon erwähnt, ist es wichtig, dass du gut federn kannst, um Buckel und andere Unebenheiten auszugleichen. Dabei musst du darauf achten, dass du nicht in Rücklage kommst, oder dich zu weit nach vorne beugst. Achte immer darauf, dass der Rücken gerade bleibt und gehe etwas in die Knie.

Impressionen vom Renntraining in Tignes

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